Orchesterbericht 2017

Orchesterbericht 2017, Akademisches Orchester der TU Ilmenau, Vinzenz Ullmann

Das bedeutende Jubiläumsjahr 2017 startete für das Akademische Orchester am 25. Januar 2017 wieder mit dem jährlich stattfindenden Neujahrskonzert. Einen besonderen Höhepunkt stellte dabei das Mitwirken des Vaters von Dirigent Valentin Egel dar. Prof. Thomas Egel-Goldschmidt verzauberte die etwa 450 Gäste des Konzerts mit Ludwig van Beethovens einzigem Violinkonzert in D-Dur, Op. 61. Das Zusammenwirken des Vater-Sohn-Gespanns offenbarte eine besondere Harmonie und Lässigkeit, die sich auch in der vorangegangen Probenarbeit sehr positiv auf das Orchester übertrug und die das Publikum hören und sehen konnte. Das anspruchsvolle Werk wurde von zwei weiteren Werken und den Grußworten des Rektors der TU Ilmenau, Prof. Peter Scharff, umrahmt. Zu Beginn des Konzerts erklang der „Valse Triste“ von Jean Sibelius. Nach der Pause erfreute Schuberts erste Sinfonie in D-Dur (D 82) die zahlreichen Gäste des Abends.

Einen ganz besonderen Abend gestaltete die Second Unit Jazzband zusammen mit Teilen der Streicherbesetzung des Orchesters am 21.06. ebenfalls im Audimax der TU Ilmenau. Vor ausverkauftem Haus (es gibt 612 Plätze im Audimax) erklangen Titelmelodien aus Filmen (u.a. James Bond, Star Trek, The Piano) und Fernsehen (u.a. Magnum, Alf, Disneys Gummibärenbande) unter der Leitung von Tim Jäkel. Der Vorstandsvorsitzende des Akademischen Orchesters, Prof. Eberhard Manske, stellte den Gästen seine Laser-Harfe in mehreren Stücken vor (u.a. Akte X, Knight Rider).

Dieses Konzert stand zugleich als Auftakt des 50-jährigen Orchesterjubiläums, welches am Wochenende vom 1. Und 2. Juli 2017 mit dem Festkonzert begangen wurde. Als Gäste konnten viele ehemalige Mitglieder des Orchesters begrüßt werden. Das Programm des Jubiläumskonzerts bot Benjamin Brittens „Simple Symphonie“, Mozarts Klavierkonzert Nr. 27 und Haydns „Symphony No. 103“. Am Klavier brillierte Dirigent Valentin Egel auch solistisch, wobei er die „einhändigen“ Stellen nutzte, um nebenbei zum Spiel auch noch zu dirigieren. Das Ergebnis war für die etwa 350 Gäste beeindruckend. Den Abschluss des Orchesterjubiläums bildete eine gemeinsame Adhoc-Probe mit den ehemaligen Mitgliedern des Orchesters. Die Orchestermitglieder Sigrun Leipe und Edda Hartmann erstellten eine 64-seitige Jubiläumsbroschüre mit Grußworten von Minister Wolfgang Tiefensee, Landrätin Petra Enders und Rektor Peter Scharff.

Nach zweieinhalbjähriger Tätigkeit gab Dirigent Valentin Egel im Anschluss seinen Taktstab weiter. Als Student an der Musikhochschule in Weimar nähert er sich seinem Abschluss, was ein weiteres Engagement verhindert. Gemeinsam mit ihm konnte aber wieder in einem Probedirigat ein würdiger Nachfolger, Henri Aavik, gefunden werden. Henri Aavik stammt aus Estland und studiert ebenfalls in Weimar Dirigieren.

Am 07.10.2017 umrahmte das Akademische Orchester in Streicherbesetzung und in langjähriger Tradition die feierliche Immatrikulation der TU Ilmenau musikalisch. Zwei Stücke wurden gespielt. Neben dem 1. Satz „Boisterous Bourrée“ aus der „Simple Symphony“ von Benjamin Britten zu Beginn der Veranstaltung, erklang am Ende aus demselben Werk der 3. Satz „Sentimental Saraband“. Ein allerletztes Mal dirigierte Valentin Egel. Sein neu gefundener Nachfolger, Henri Aavik, nahm die Probenarbeit am 9.10. mit dem Orchester auf.

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