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Team des Diversity Campus
Team des Diversity Campus

Janine Liebal - Veranstaltungsorganisatorin

Janine Liebal

Veranstaltungsorganisatorin und Doktorandin am Institut für Medientechnik an der TU Ilmenau

„Inklusive digitale Spiele für Blinde und Sehende? Geht das denn? Ich bin davon überzeugt!

Es gibt ein schönes aber dennoch überschaubares Angebot an Audiogames, die speziell für blinde Spieler konzipiert wurden. Von der Mehrheit der auf dem Markt verfügbaren Spiele sind Blinde jedoch nach wie vor ausgeschlossen.
In meiner Dissertation beschäftige ich mich mit der Gestaltung und Evaluation digitaler Spiele mit dem Ziel ein möglichst gutes Spielerlebnis für alle Spieler zu generieren - egal ob blind oder sehend. Da die Spiele selbst auch herausfordernd sein sollen, Spieler sich steigern wollen, sich mit anderen messen wollen, mit anderen Spielern in Kontakt treten oder einfach nur die virtuelle Welt erkunden wollen, reicht der barrierefreie Zugang meist nicht aus. Es braucht neue, alternative Interaktionstechniken und ein virtuelles Klangerlebnis das die Spielumgebung realistisch mit einbezieht.

An dieser Stelle kommen die Spieler ins Spiel. Ich freue mich auf viele neugierige, spielfreudige und kritische Spieler, Spielneulinge und Profis die Freude daran haben in neue Spielwelten aufzubrechen.“

Annika_Neidhardt - Veranstaltungsorganisatorin
Annika Neidhardt

Veranstaltungsorganisatorin und Doktorandin am Institut für Medientechnik an der TU Ilmenau

„In meiner Dissertation beschäftige ich mich mit der Wahrnehmung von virtuellen akustischen Umgebungen. Der Fokus liegt dabei auf virtuellen Szenen, welche mittels herumlaufen interaktiv erkundet werden können. Der Nutzer kann also beispielsweise auf einen virtuellen Lautsprecher zu laufen oder an einem virtuellen Sprecher vorbeilaufen oder um einen Musiker herumlaufen. Interessant ist dabei auch die Wahrnehmung von Reflexionen des Raumes. Kann man eine Wand hören? Und wenn ja, kann man abschätzen, wie weit diese entfernt ist?

Normalsehende Personen orientieren sich meist eher anhand visueller Informationen. Sie haben oft Schwierigkeiten, mit den Ohren solche Details in Ihrer Umgebung wahrzunehmen. Das ist aber zu großen Teilen der fehlenden Übung zuzuschreiben, da Sehende nicht so stark auf ihre Ohren angewiesen sind.

Menschen, die sich im Alltag nicht auf ihre Augen verlassen können, sind hingegen viel erfahrener darin, ihre Umgebung anhand akustischer Information zu analysieren.

Daher wünsche ich mir einen stärkeren Austausch mit Betroffenen. Mich interessiert, ob sich die von uns geschaffenen virtuellen Umgebungen genauso natürlich und intuitiv erkunden lassen wie reale Umgebungen. Dabei sind kritische Ohren gefragt.

Ich hoffe also auf viele kritische Ohren.“