Vortrag 1: Blind sein ist mehr als nicht sehen können

Blindheit ist mehr als nicht-sehen-können. Es heißt, dass 80% der Informationen über die Augen aufgenommen werden. Meine Auslegung: Dann wären alle blinden Menschen dumm. Aber ein Körnchen Wahrheit liegt schon darin: Kein Blickkontakt: Wie flirte ich? Wie sende und empfange ich Signale, z.B. dem Kellner oder Verkäuferin, Freund bzw. Freundin, Aufbau von Kontakten, Vertrauensbildung? Soziale Ausgrenzung: Unsicherheit, Berührungsängste Sehender; Aus Angst, Fehler zu machen, gar keine Kontaktaufnahme. Unwürdiger Umgang: wie geistig behindert; Indiskrete Fragen (Wie lange haben Sie das schon? Haben Sie gar keinen Schein? Kann man da gar nichts machen?). Überforderung: Merke Dir alle Kurven, die der Bus fährt. Oder Unterforderung: Du kannst Dir kein Essen zubereiten. Mobilitätseinschränkung.

Marianne Webel - selbst von Geburt an blind und Mitarbeiterin an der TU Ilmenau - möchte in ihrem Vortrag zeigen, was es heißt blind zu sein. Was heißt eigentlich blind sein? Was gibt es für Barrieren und wie können Blinde und Sehende mit ihnen umgehen? Wie aufeinander zugehen? Menschliche Barrieren abbauen? Wie sieht der Alltag für einen blinden Menschen aus? Und wie meistert er ihn? Welche Hilfsmittel bieten Unterstützung?
Freuen Sie sich auf einen sehr interessanten, informativen und gleichzeitig humorvollen Vortrag von Marianne Webel.