Barrieren aus der Perspektive der Nutzer*innen

Barrierefreiheit ist technisch machbar, wird aber in den Medien viel zu selten umgesetzt. In Deutschland mangelt es an rechtlichen Verpflichtungen zur Barrierefreiheit. Eine große Studie zur Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen hat 2016 Barrieren aus Sicht der Nutzer*innen mit Behinderungen aufgezeigt. Je nach Art der Beeinträchtigung, Alter und Lebenssituation haben die Befragten mit unterschiedlichen Barrieren zu kämpfen. In ihrer Mediennutzung besonders behindert waren Menschen mit starken Sehbeeinträchtigungen und Blindheit sowie Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Nutzung barrierefreier Medien im Museumsbereich – wie Printmedien, digitale und taktile Medien einen inklusiven Zugang ermöglichen

Das Vermitteln von Inhalten gehört zu den Hauptaufgaben eines Museums. Dabei kommen verschiedene Medien zum Einsatz: Printmedien, digitale Medien und taktile Medien. Bei Besucher*innen mit Behinderung müssen diese Medien den speziellen Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. So können beispielsweise für Menschen mit einer Sehbehinderung Texte in Groß- oder Brailleschrift und bei Menschen mit einer Hörbehinderung Gebärdensprachvideos zum Einsatz kommen. Oftmals dienen diese barrierefreien Medien jedoch nicht allein den unterschiedlichen Beeinträchtigungen, sondern allen Besucher*innen als hilfreiche Unterstützung für den Museumsbesuch.

Barrierefreie Texte

Die Barrierefreiheit von Texten schließt zahlreiche Faktoren ein. Der Beitrag behandelt die Frage, wer von barrierefreien Texten profitiert und welche Aspekte wichtig sind. Neben der visuellen Gestaltung und der technischen Struktur steht vor allem die sprachliche Gestaltung im Vordergrund.

Interactive Public Displays – Barrierefreie Aushanginformation im öffentlichen Personenverkehr

Auch im öffentlichen Personenverkehr spielt Barrierefreiheit eine große Rolle. Nicht nur die Transportmittel, auch individuelle Fahrgastinformationen müssen barrierefrei zugänglich sein. Seit Oktober 2016 werden in einem Pilotprojekt an der Haltestelle „Degerloch“ in Stuttgart acht interaktive Displays getestet. Cindy Mayas und Prof. Heidi Krömker berichten in ihrem Beitrag über die erfassten Anforderungen der Fahrgäste und stellen Verbesserungen hinsichtlich der Barrierefreiheit elektronischer Aushanginformationen vor.