Digitale Gesundheit: Wie digitale Medien zur Unterstützung unserer Gesundheit eingesetzt werden

Die Digitalisierung bewegt nicht nur Nullen und Einsen, sondern auch uns bei der Gesunderhaltung. Ob Sprachassistenz, AR/VR oder mobile Apps – Neue Medien haben das Potenzial uns durch neue Interaktionskonzepte, Mediendarstellungsformen sowie motivationale Elemente zu unterstützen. Dies setzt jedoch neue Kompetenzen seitens der Nutzer voraus: Neben der sog. „Gesundheitskompetenz“ (health literacy) gewinnt die „Digitale Kompetenz“ stetig an Bedeutung. Die perspektivischen Systemnutzer müssen an neue Technologien edukativ herangeführt werden, um das Ziel einer personalisierten Gesundheitsunterstützung erreichen zu können.

Gesundheitskompetenz im digitalen Zeitalter

Gesundheitswebseiten und Apps stellen mittlerweile wichtige Informationsquellen für gesundheitsbezogene Fragen dar. Digitale Gesundheitsangebote bieten die Chance, die Gesundheitskompetenz zu stärken und damit einen selbstbestimmten und souveränen Umgang mit der eigenen Gesundheit zu erreichen. Voraussetzungen hierfür ist, dass Patienten und Bürger über entsprechende Fertigkeiten verfügen, um die zahlreichen Informationen im Internet adäquat einordnen zu können. Hier gibt es jedoch teils große Unterschiede in den einzelnen Bevölkerungsgruppen. Daher sind verschiedene gesundheitspolitische Maßnahmen zur Förderung von Gesundheits- und digitaler Medienkompetenz bei Betroffenen und Fachpersonal notwendig.

Digitale Gesundheitsförderung – Mit dem ergoscan zu einem gesunden Rücken am Arbeitsplatz

Wie kann die Gesundheit von Büroangestellten mithilfe von digitalen Maßnahmen gefördert werden? Rückenbeschwerden sind speziell an Büroarbeitsplätzen eine der Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeitstage und stellen somit einen großen Produktivitätsverlust in Betrieben dar. Im Zuge eines dreijährigen Forschungsprojektes hat die Firma fitbase ein System zur Analyse der Körperhaltung am Arbeitsplatz entwickelt. Der „ergoscan“ besteht aus einem 3D Sensor, der Sitzhaltungen in Echtzeit erfasst, analysiert und anschließend in einem individuellen Haltungsreport visualisiert. In diesem Artikel wird der digitale Helfer vorgestellt und mögliche Auswirkungen auf die betriebliche Mitarbeitergesundheit erläutert.

Digitalisierung im Gesundheitswesen – Herausforderungen und Chancen für (ältere) NutzerInnen

Digitale Technologien haben das Potential das Gesundheitswesen zu verändern. Innovative Konzepte führen unter anderem dazu, dass Abläufe und Prozesse effizienter gestaltet werden und die Versorgungsqualität trotz des demographischen Wandels und prognostizierten Fachkräftemangels gesichert werden kann. Dies geschieht jedoch nicht reibungslos. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die mit dem Einsatz digitaler Technologien einhergehenden Herausforderungen sowie die Möglichkeiten und Chancen, die sich für die Nutzerinnen und Nutzer ergeben, zu beleuchten.

User-centered Digital Health Application Development To Promote Healthy Ageing

In this article, recommendations for mobile, digital health application (mHealth) development are given based on a literature scan and review on barriers older adults encounter when using mHealth applications. Physical, motivational, cognitive and perceptual age-related declines should influence the design choices. The user interface should include age-appropriate visual, motor and cognitive features. Persuasive design strategies, self-monitoring and behavior change techniques, including feedback and self-regulation, should be implemented to facilitate behavior and attitude change and adherence. Data security needs to be ensured. A participatory process and co-creation is essential to meet the needs of older adults.

Digitale Gesundheit

Trotz der hohen (wirtschaftlichen) Bedeutung der Gesundheitswirtschaft waren es bisher eher die Medizintechnik mit innovativen Diagnose- und Therapiegerätschaften, welche erhebliche Beachtung fanden. Aber zunehmend schafft heute der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien für alle beteiligten Akteure völlig neue Perspektiven und bietet innovative Möglichkeiten für den Umgang mit den gesundheitsrelevanten Daten und Informationen. Der Begriff E-Health, welcher u.a. auch mit dem Inkrafttreten des sogenannten E-Health-Gesetzes publik wurde, subsummiert hier unterschiedliche Trends. Meist steht die Verarbeitung der patientenbezogenen Daten und Informationen und deren Austausch zwischen den beteiligten Akteuren im Mittelpunkt, aber auch gesundheitsorientierte Apps oder Fitness-Sensoren lassen sich hierunter subsumieren. Daher soll zunächst ein kurzer Überblick über den Begriff, Abgrenzungen und Zielsetzungen des E-Health-Begriffes gegeben werden.

Lehre und Forschung von eHealth-Services in einem Living Lab

Gerade im Gesundheits- und Sozialbereich etablieren sich neue IT-Anwendungen (eHealth-Services) nur sehr schwer. Als wichtige Ursache dafür mag gelten, dass Innovationen im IT-Bereich noch sehr stark als Produkte aus der Entwickler-Perspektive und nicht als Services aus der User-Perspektive konzipiert werden und daraus eine schlechte Usability und Akzeptanz resultieren. Um dem entgegen zu wirken, scheint der „distributed innovation“ Ansatz eines eHealth Living Labs vielversprechend. Hierbei werden neue Technologien in einem multiplen „Real Welt Labor“, in dem alle wichtigen Stakeholder im Sinne der Co-Creation interagieren können, entwickelt und optimiert. Ein „eHealth Living Lab“ ist sowohl für die Forschung als auch für die Lehre bedeutend. Die digitale Transformation betrifft auch das Gesundheits- und Sozialwesen aller Länder. Das disruptive Potenzial neuer Informations- und Kommunikationstechnologien ist ebenso enorm wie gefürchtet. Dabei sind Veränderungen bzw. Verbesserungen der Prozesse geradezu notwendig, will man die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen erfolgreich bewältigen.

Buchrezension: Sitzen ist fürn Arsch

Schaut „man sich den Tagesverlauf der meisten Menschen“ an, stellt man fest, dass es sich um einen stätigen Wechsel von Sitzgelegenheit zu Sitzgelegenheit handelt (S.10). Morgens beim Frühstück, im Auto, im Büro angekommen, in der Mittagspause und abends zu Hause auf dem Sofa. Welche Gelegenheiten nutzen wir tatsächlich, um auch mal zu Stehen oder uns bewusst zu bewegen?